28.11., 20 Uhr, Axel Hotel Berlin: Finissage: „Männer wie wir“, Russische Starfotografen setzen schwule Männer in Szene, geben Safer Sex und Toleranz Gesichter. Eine Veranstaltung im Rahmen der Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU der Deutschen AIDS-Hilfe.
Die russischen Starfotografen Seva Galkin, Alex Bego und Sergey Vasiliev blicken mit „verliebten Objektiv“ auf schwule Männer, geben Safer Sex und Toleranz Gesichter. Es sind starke, sanfte, schöne Männer, denen der Betrachter durch die Fotos sehr nahe kommt.
Die Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU der Deutschen AIDS-Hilfe hat die Fotos nach Berlin geholt. Gemeinsam mit dem russischen Präventionsprojekt LaSky lädt ICH WEISS WAS ICH TU zur Finissage am 28.11., bei der auch die Künstler anwesend sein werden. Die Fotos sind vom 15.11. bis zum 29.11. im Axel Hotel Berlin zu sehen.
Location: Axel Hotel Berlin, Lietzenburger Straße 13/15, 10789 Berlin (Schöneberg)
Männer wie wir
Meinen ersten Freund, meine erste Liebe erlebte ich mit 25. Alles war schön und wolkenlos – Ich war gerade nach Frankreich, nach Lyon geflogen und lernte gleich Daniel kennen. Bald nachdem wir uns kennenlernten sagte er, dass wir was zu bereden haben. Ich dachte, dass es um unsere Beziehung gehen würde. Als wir allein geblieben waren, sagte Daniel, dass ... er HIV-positiv ist. Wahrscheinlich hat er heftige Emotionen von mir erwartet. Aber ich reagierte darauf so, als ob es über die Menge von Zucker im Tee die Rede war. Unsere Beziehung hat darunter nicht gelitten. Aber nach und nach begann ich zu begreifen, dass ich mich in einem Informations-Vakuum befinde. Einmal sah ich das Plakat aus dem Fenster mit der Telefonnummer der "Hotline zur Bekämpfung von HIV und AIDS“ und rief dort an. Die Fachleüte haben mich und meinen Freund beraten. Danach habe ich aufgehört Unsinn zu reden: "Willst du, ich zeig dir meine Liebe, und benutze kein Kondom?". Ich erkannte, die wahre Liebe zeigt sich in dem man Safer-Sex praktiziert. In Frankreich wird das nicht nur vom "einfachen Volk" verstanden, sondern auch von Beamten. Den HIV-Positiven wird ein kostenfreier Zugang zu Arzneimitteln garantiert.
Industrie und Fitnesswerbung treiben Menschen zu Komplexen hinein. Ein Blick auf meine Fotos, kann jemanden Komplexe einjagen. Andererseits ist es der Anlass, an sich selbst zu arbeiten? Im Gegenteil möchte ich meine Zuschauer auf die Idee bringen, dass man sich verbessern kann und auch sollte. Im Laufe der letzten fünf Jahre hat sich der russische Mann verändert: er hat erkannt, dass die Frau ihm nicht "geben" wird nur dafür, weil er ein Kerl ist. Im Allgemeinen, werden die Menschen toleranter. Zu uns in "KWIR" kommen immer mehr Briefe von Heteromännern an, die auf dem Cover schaffen möchten. Es ist ihnen nicht peinlich, dass dies ein Gay Magazin ist. Ich persönlich frage meine Models nicht nach ihrer sexuellen Orientierung. Fur mich sind alle gleich. Ich interessiere mich für Asthetik und nicht für das Bettleben der Models. Ich bin absolut dagegen, dass die Schwule in einem Eigenreservat gelebt hätten und kein Kontakt zur „Hetero Welt“ aufnehmen wollten. Man muss damit aufhören, sich von der Umgebung abzugrenzen, dann werden viele Probleme von sich selbst auflösen, einschließlich der "inneren Homophobie".
Männer wie wir
Drei russische Starfotografen haben sich rund um ein Thema zusammen getan, um Safer Sex und Toleranz schwuler Manner in Russland Gesichter zu geben..
Gemeinsam mit dem russischen Präventionsprojekt LaSky stellt die Kampagne „ICH WEISS WAS ICH TU“ der Deutschen Aidshilfe e.V.die Kundtwerke der berühmten russischen Fotografen Seva Galkin, Sergei Wassiljew und Alex Bego im Rahmen des Projekts "Männer wie wir“ erstmalig in Deutschland aus. Drei Künstler präsentieren einen neuen Blick auf schwule Männer. Sie sind stark, sanft und schön. Sie lieben einander. Und die Fotografen blicken auf sie durch das „verliebte Objektiv“. Jeder, der da durch schaut, wird etwas mitfühlender zu seinen Mitmenschen. Akzeptanz schwuler Lebensweisen ist eine wichtige Grundlage der HIV-Prävention. Ein Thema, das – wie auch in Russland – Präventionsarbeit für Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben seit uber 25 Jahren bewegt. Schwule Männer haben bei uns in Deutschland inzwischen ein Gesicht in der Gesellschaft wie in der Prävention. In der Kampagne „ICH WEISS WAS ICH TU“ geben Rollenmodelle der Prävention ein ehrliches und offenes Gesicht. Daher finden wir den Ansatz des russischen Partnerprojekts LaSky einen wichtigen und erfolgreichen Ansatz. über die Ausstellung und die Gespräche möchten wir in den Diskurs kommen. Diskurs über unterschiedliche Männerbilder, die Notwendigkeit von Vorbildern und den Bildern im Kopf. Ein Bild geben – das ist auch wichtiges Ziel der IWWIT-Kampagne: ein zweitgemaßes, aktuelles Bild von HIV-positiven schwulen Männern zeigen und so gegen Diskriminierung und Stigmatisierung von HIV-Positiven arbeiten. Hier uberscheiden sich die Intention der Ausstellung und von IWWIT sehr eng.
Alex Bego uber personliche Erfahrung:
Meinen ersten Freund, meine erste Liebe erlebte ich mit 25. Alles war schön und wolkenlos – Ich war gerade nach Frankreich, nach Lyon geflogen und lernte gleich Daniel kennen. Bald nachdem wir uns kennenlernten sagte er, dass wir was zu bereden haben. Ich dachte, dass es um unsere Beziehung gehen würde. Als wir allein geblieben waren, sagte Daniel, dass ... er HIV-positiv ist. Wahrscheinlich hat er heftige Emotionen von mir erwartet. Aber ich reagierte darauf so, als ob es über die Menge von Zucker im Tee die Rede war. Unsere Beziehung hat darunter nicht gelitten. Aber nach und nach begann ich zu begreifen, dass ich mich in einem Informations-Vakuum befinde. Einmal sah ich das Plakat aus dem Fenster mit der Telefonnummer der "Hotline zur Bekämpfung von HIV und AIDS“ und rief dort an. Die Fachleüte haben mich und meinen Freund beraten. Danach habe ich aufgehört Unsinn zu reden: "Willst du, ich zeig dir meine Liebe, und benutze kein Kondom?". Ich erkannte, die wahre Liebe zeigt sich in dem man Safer-Sex praktiziert. In Frankreich wird das nicht nur vom "einfachen Volk" verstanden, sondern auch von Beamten. Den HIV-Positiven wird ein kostenfreier Zugang zu Arzneimitteln garantiert. Seva Galkin uber den Mensch, bei dem alles schon sein sollte:
Industrie und Fitnesswerbung treiben Menschen zu Komplexen hinein. Ein Blick auf meine Fotos, kann jemanden Komplexe einjagen. Andererseits ist es der Anlass, an sich selbst zu arbeiten? Im Gegenteil möchte ich meine Zuschauer auf die Idee bringen, dass man sich verbessern kann und auch sollte. Im Laufe der letzten fünf Jahre hat sich der russische Mann verändert: er hat erkannt, dass die Frau ihm nicht "geben" wird nur dafür, weil er ein Kerl ist. Im Allgemeinen, werden die Menschen toleranter. Zu uns in "KWIR" kommen immer mehr Briefe von Heteromännern an, die auf dem Cover schaffen möchten. Es ist ihnen nicht peinlich, dass dies ein Gay Magazin ist. Ich persönlich frage meine Models nicht nach ihrer sexuellen Orientierung. Fur mich sind alle gleich. Ich interessiere mich für Asthetik und nicht für das Bettleben der Models. Ich bin absolut dagegen, dass die Schwule in einem Eigenreservat gelebt hätten und kein Kontakt zur „Hetero Welt“ aufnehmen wollten. Man muss damit aufhören, sich von der Umgebung abzugrenzen, dann werden viele Probleme von sich selbst auflösen, einschließlich der "inneren Homophobie". Sergei Wassiljew:
"Nur durch Verzicht von herkömmlichen Stereotypen des Denkens kann man sich als freier Mensch fühlen!
"Nur durch Verzicht von herkömmlichen Stereotypen des Denkens kann man sich als freier Mensch fühlen! Ich mag, dass in meinen Foto-Shootings Männer, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und Aktivitätsart(Sportler, Soldaten, Freunde, Leute von der Straße und Haftentlassene), beteiligt sind. Ich mag, dass sie auf keine Homophobiegedanken kommen, wenn ich sie im Stil der männlichen Erotik fotografiere. Ich mag die Attraktivität der Männer, Schönheit des männlichen Körpers und Beziehungsattraktivität vorzuführen, und ich bin besonders dafür dankbar, dass ich mit vielen auch später gute Freundschaft bilden konnte!
Ich hoffe, dass es für Sie interessant wird, die russische „Männer wie wir“ zu erblicken!"
Teilnehmer des Projektes:
Oleg: "Bisexualität - ist ein lang bekanntes Phänomen. Mit der Informationsaufnahme versucht ein jünger Mann dem etablierten Bild des „normalen Kerls“ zu entsprechen. Als Ergebnis – es treten bei ihm Komplexe auf ... Um zu sich selbst tolerant zu sein, muss man gegen alle Doktrinen zu gehen, auf denen er großgezogen wurde. Oder die Gesellschaftseinstellung zum intimen Leben der Anderen zu ändern. Ich glaube, es ist eine Frage der Zeit.
Evgeniy: "Schon seit sechs Jahren lebe ich mit HIV. Bei uns in Russland, meiner Meinung nach, ist es schwierig, ein gesundes Sexualleben zu fördern. Unausradierbares russisches "hoffentlich" macht sich bemerkbar. Aber ich bin froh, dass es Menschen gibt, die eine gute Sache machen"

















